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Gebratener Gemsschlegel mit Knochen mit lauwarmem Fenchelsalat und Wildjus
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Gebratener Gemsschlegel mit Knochen mit lauwarmem Fenchelsalat und Wildjus

Das Gams hat in der europäischen Kulinarik eine lange und bodenständige Geschichte, die eng mit der Jagd- und Bergkultur der Alpen verbunden ist. Bereits im Mittelalter galt die Gams als wertvolles Wildtier in hochalpinen Regionen, wo Viehzucht nur eingeschränkt möglich war. Ihr Fleisch lieferte den Menschen in abgelegenen Tälern eine wichtige Proteinquelle und war zugleich Ausdruck von Geschick und Mut des Jägers, denn die Jagd auf Gamsen war anspruchsvoll und nicht ungefährlich.

In der höfischen Küche spielte Gamsfleisch eine untergeordnete Rolle im Vergleich zu Hirsch oder Wildschwein, blieb jedoch in der bäuerlichen und regionalen Küche fest verankert. Dort wurde das Wildbret meist geschmort oder als Braten zubereitet, oft mit kräftigen Kräutern, Wurzelgemüse und Beeren, um den intensiven, leicht herben Geschmack auszugleichen. Die lange Garzeit machte das eher magere Fleisch zart und haltbar.

Mit der Entwicklung der Wildküche im 19. Jahrhundert, insbesondere im Alpenraum und im süddeutschen Raum, gewann Gams auch kulinarisch an Ansehen. Köche begannen, das Fleisch differenzierter zuzubereiten, etwa als Gamsragout, Gamsrücken oder in fein gewürzten Pasteten. Bis heute steht Gams in der Küche für Ursprünglichkeit, Regionalität und den respektvollen Umgang mit der Natur.

Gegrilltes Rindsflanksteak mit Kiwi-Kohlrabi-Peperoni-Salsa auf Hummus und sautiertem Mini Federkohl
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Gegrilltes Rindsflanksteak mit Kiwi-Kohlrabi-Peperoni-Salsa auf Hummus und sautiertem Mini Federkohl

Das Flank Steak ist ein beliebtes Stück Rindfleisch, das aus dem Bauchbereich des Tieres stammt, genauer gesagt aus dem unteren Brustbereich. Es zeichnet sich durch einen intensiven Geschmack und eine relativ faserige Struktur aus, was es zu einem bevorzugten Bestandteil vieler Grillgerichte und Rezepte macht.

Geschichte: Die Ursprünge von Flank Steak reichen, wie viele andere Rindschnitte, in die Zeit der Viehzucht zurück. In den Vereinigten Staaten wurde es im 19. Jahrhundert populär, besonders während des Aufstiegs der Grillkultur und der Zubereitung von Fleisch im Freien. 

Ursprünglich wurde Flank Steak oft als weniger wertvoller Schnitt angesehen und war daher kostengünstiger.

In den 1980er Jahren begann sich das Augenmerk auf Flank Steak zu ändern, als Köche und Grillliebhaber seinen Geschmack und seine Vielseitigkeit entdeckten. Es wurde zum Favoriten in der amerikanischen Küche, besonders für Gerichte wie Fajitas oder mariniertes Grillfleisch, da es gut mit verschiedenen Gewürzen harmoniert.

Krokodil-Eyefilet mit Koriander-Orangen-Marinade,  Yams und Okra
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Krokodil-Eyefilet mit Koriander-Orangen-Marinade, Yams und Okra

Krokodilfleisch hat in Südafrika eine lange, eher leise kulinarische Geschichte, die eng mit Umwelt, Jagd und regionalen Traditionen verbunden ist. Schon lange bevor europäische Siedler ins Land kamen, nutzten indigene Gemeinschaften entlang von Flüssen und Feuchtgebieten Krokodile als gelegentliche Nahrungsquelle. Das Fleisch galt nicht als Alltagskost, sondern als seltene Beute, die vor allem bei besonderen Anlässen oder nach erfolgreichen Jagden verzehrt wurde. Dabei stand weniger der kulinarische Genuss im Vordergrund, sondern der Respekt vor dem Tier und die vollständige Nutzung seiner Ressourcen.

Mit der Kolonialzeit veränderte sich der Umgang mit Krokodilen deutlich. Europäische Einflüsse brachten neue Kochtechniken und Geschmacksprofile, gleichzeitig rückte das Krokodil zunehmend als Rohstofflieferant für Leder in den Fokus. Das Fleisch wurde in dieser Zeit eher zweitrangig behandelt, fand aber vereinzelt Eingang in die Küche von Jägern, Farmern und Abenteurern, die es als exotische Alternative zu Rind oder Wild zubereiteten. Beschreibungen aus dem 19. Jahrhundert erwähnen Krokodilfleisch als hell, fest und geschmacklich irgendwo zwischen Fisch und Geflügel.

Erst im späten 20. Jahrhundert begann eine neue Phase in der kulinarischen Geschichte des Krokodilfleischs in Südafrika. Durch strengere Naturschutzgesetze und die Etablierung von Krokodilfarmen wurde das Tier vom bedrohten Wildtier zum kontrolliert gezüchteten Nutztier. In diesem Kontext entdeckte auch die gehobene Gastronomie das Fleisch neu. Köche experimentierten mit Krokodilfilets, Currys oder gegrillten Steaks und präsentierten sie als nachhaltige, proteinreiche Delikatesse mit regionalem Bezug.

Heute steht Krokodilfleisch in Südafrika symbolisch für den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Es erinnert an vorkoloniale Jagdpraktiken, koloniale Essgewohnheiten und zugleich an eine zeitgenössische Küche, die bewusst mit lokalen, ungewöhnlichen Zutaten arbeitet. In Restaurants und auf Food Festivals wird es oft als kulinarische Erzählung serviert, als Stück Geschichte auf dem Teller, das von Landschaft, Wandel und kultureller Vielfalt erzählt.

 

Knusprige Porchetta mit Tomatenrisotto, Portulak, Zwiebel-Zuchettigemüse und Rotweinreduktion
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Knusprige Porchetta mit Tomatenrisotto, Portulak, Zwiebel-Zuchettigemüse und Rotweinreduktion

Porchetta ist eines der traditionsreichsten Schweinegerichte Italiens und viel mehr als nur ein Braten, sie ist Volksfest, Strassenessen und Handwerkskunst zugleich.

Ursprung in Mittelitalien: Die Wurzeln liegen in Mittelitalien, besonders in der Region Latium rund um Ariccia. Dort gilt Porchetta als kulinarisches Symbol, und die Stadt ist bis heute berühmt für ihre Version, die Porchetta di Ariccia. Historiker vermuten, dass schon in der Antike Schweine am Spiess mit Kräutern gefüllt wurden, möglicherweise bereits zur Zeit des Römisches Reich.

Schweinefleisch war im ländlichen Italien ein zentrales Nahrungsmittel, und ein ganzes Tier zu verarbeiten war ein Zeichen von Wohlstand und Gemeinschaft.

Das Prinzip: Ganzes Tier, viel Geduld: Traditionell wird ein ganzes, entbeintes Schwein verwendet. Es wird innen kräftig gewürzt, meist mit:
Fenchel, Rosmarin, Knoblauch, Pfeffer und Salz

Dann wird es eng gerollt, verschnürt und langsam über Holzfeuer gebraten. Aussen entsteht eine extrem knusprige Schwarte, innen bleibt das Fleisch saftig und aromatisch. Genau dieser Kontrast ist das Herz der Porchetta.

 

Festessen und Strassenküche zugleich.

Porchetta war ursprünglich ein Festtagsgericht bei:
•    Dorffesten
•    Hochzeiten
•    religiösen Feiern
•    Jahrmärkten

 

Mit der Zeit wurde sie zum legendären Strassenessen. In ganz Italien sieht man auf Märkten Verkaufsstände mit riesigen Porchetta-Rollen. Sie wird dick aufgeschnitten und oft einfach in Brot serviert, ohne viel Schnickschnack. Das Fleisch selbst ist der Star.


Die Zubereitung ist traditionell Handwerk und wird oft von spezialisierten Porchettari über Generationen weitergegeben. Jede Familie, jede Region hat ihre eigene Gewürzmischung, das genaue Rezept ist oft ein Geheimnis.

Warum Porchetta so besonders ist: Porchetta steht für:
•    Nose-to-tail-Küche
•    Respekt vor dem Tier
•    gemeinsames Essen
•    Geduld statt Eile
•    rustikale Perfektion

Poulet Drumsticks paniert auf lauwarmem Kartoffelsalat mit Chorizo
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Poulet Drumsticks paniert auf lauwarmem Kartoffelsalat mit Chorizo

Der Poulet Drum Stick, also der Unterschenkel des Huhns, zählt zu den ältesten und weltweit verbreitetsten Fleischstücken der menschlichen Ernährungsgeschichte. Schon mit der Domestizierung des Haushuhns in Südostasien vor mehreren tausend Jahren wurde dieses Teilstück geschätzt, da es vergleichsweise fleischreich, saftig und einfach zuzubereiten ist.


In der historischen Alltagsküche Europas galt der Drum Stick lange als typisches Essen für einfache Haushalte. Ganze Hühner wurden gekocht oder geschmort, wobei die Keulen als besonders nahrhaft galten. In vielen Regionen waren sie ein Symbol für eine kräftige Mahlzeit, oft serviert bei Festtagen oder nach harter Feldarbeit.

Eine besondere kulturelle Bedeutung entwickelte der Poulet Drum Stick im 19. und 20. Jahrhundert in Nordamerika. Mit der Entstehung der Fried-Chicken-Tradition wurde er zu einem ikonischen Bestandteil der dortigen Esskultur. Seine Form eignete sich ideal zum Essen mit der Hand, was ihn besonders beliebt bei Strassenküchen und später in der Systemgastronomie machte.

Heute ist der Poulet Drum Stick ein globales Allround-Stück. Ob gegrillt, gebacken, frittiert oder geschmort, er verbindet kulinarische Tradition mit moderner Küche. Seine Geschichte zeigt, wie ein einfaches Teilstück durch kulturelle Vielfalt und praktische Eigenschaften zu einem zeitlosen Klassiker wurde.

Mariniertes Inside Skirt Steak auf gedünstetem Brüsseler Endivien und Reis mit Peperoni und Frühlingszwiebeln
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Mariniertes Inside Skirt Steak auf gedünstetem Brüsseler Endivien und Reis mit Peperoni und Frühlingszwiebeln

Das Inside Skirt, auch als innerer Saum des Zwerchfells bekannt, hat eine lange, aber oft überschätzte Geschichte in der Fleischkultur. Schon in der traditionellen Bauernküche Europas wurde dieses Teilstück genutzt, allerdings meist als Kochfleisch oder für einfache Gerichte, da es als zu grobfaserig für die feine Küche galt. Edle Stücke wie Filet oder Entrecote standen klar im Vordergrund.

Seinen eigentlichen Aufstieg erlebte das Inside Skirt in Nord- und Südamerika. In den USA wurde er im 19. Jahrhundert besonders bei Metzgern und Arbeitern geschätzt, die Zugang zu weniger gefragten Cuts hatten, aber deren intensiven Geschmack kannten. In Mexiko und Argentinien entwickelte sich das Stück parallel zu einem festen Bestandteil der Grillkultur. Dort wurde schnell erkannt, dass das Inside Skirt bei kurzer, sehr heisser Garung ausserordentlich saftig und aromatisch ist.

Erst im späten 20. Jahrhundert, mit dem Trend zu Nose-to-Tail und alternativen Cuts, fand das Inside Skirt auch in der gehobenen Gastronomie Europas Anerkennung. Spitzenköche entdeckten ihn als charakterstarkes Steak mit rustikalem Charme. Heute gilt er als Paradebeispiel dafür, dass Geschmack nicht von Prestige, sondern von Herkunft, Reifung und Zubereitung lebt.

Sous Vide Bürgermeisterstück in Soja-Honig-Marinade auf Kohlrabenpüree mit Soja-Honig Reduktion
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Sous Vide Bürgermeisterstück in Soja-Honig-Marinade auf Kohlrabenpüree mit Soja-Honig Reduktion

Das Bürgermeisterstück vom Rind hat eine lange und interessante kulinarische Geschichte, die eng mit der mitteleuropäischen Esskultur verbunden ist.
Seinen Namen verdankt das Bürgermeisterstück einer alten Überlieferung aus dem deutschsprachigen Raum: Besonders zarte und hochwertige Fleischstücke waren früher oft der wohlhabenden Oberschicht vorbehalten. Der Legende nach erhielt der Bürgermeister – als angesehener Vertreter der Stadt – dieses besonders feine Stück als Ehrengabe oder wählte es selbst aus, weshalb es den Namen „Bürgermeisterstück“ bekam. Ob dies historisch exakt belegt ist oder eher zur Fleischerkultur gehört, lässt sich nicht eindeutig sagen, doch der Name steht sinnbildlich für Qualität und Wertschätzung.

Anatomisch stammt das Bürgermeisterstück aus der Rinderschulter, genauer gesagt aus dem sogenannten Schaufelstück (auch als „Tri-Tip“ oder „Top Blade“ bekannt). Lange Zeit galt dieser Teil als weniger edel und wurde häufig zum Schmoren oder für Hackfleisch verwendet. Erst im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts erkannten Metzger und Köche, dass das Bürgermeisterstück – richtig ausgelöst und zubereitet – aussergewöhnlich zart und aromatisch ist.

In der traditionellen Küche wurde das Bürgermeisterstück oft geschmort oder sanft gebraten, da langsames Garen seine feine Struktur besonders zur Geltung bringt. Heute erlebt es im Zuge der „Nose-to-Tail“-Philosophie eine Renaissance und wird sowohl klassisch als auch modern, etwa als Kurzbratstück oder sogar auf dem Grill, geschätzt.

Damit steht das Bürgermeisterstück sinnbildlich für den Wandel in der Fleischkultur: vom unterschätzten Teilstück hin zu einer Delikatesse mit historischem Namen und kulinarischem Anspruch.

Schweizer Wasser-Büffel Tatar
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Schweizer Wasser-Büffel Tatar - einfach und lecker

Das Gericht „Tatar“ oder „Tatarisches Steak“ (oft einfach „Tatar“ genannt) ist ein rohes Hackfleischgericht, das traditionell aus Rindfleisch besteht. Die Entstehung dieses Gerichts geht auf verschiedene Einflüsse zurück, die sich in der europäischen Küche vermischt haben.

Der Name „Tatar“ wird häufig mit den Tataren, einem turksprachigen Reitervolk aus der eurasischen Steppe, in Verbindung gebracht. Einer Legende nach sollen die Tataren rohes Fleisch unter ihrem Sattel zubereitet haben, indem sie es flach klopften und so zart machten. Diese Geschichte ist allerdings historisch nicht gesichert und gilt eher als Mythos.

Wahrscheinlicher ist, dass das Gericht im 19. Jahrhundert in Mitteleuropa populär wurde, besonders in Deutschland, Österreich und Frankreich. Dort entwickelte sich das „Steak Tartare“ als feines Gericht aus rohem, sehr fein gehacktem oder gewürfeltem Rindfleisch, das oft mit Zwiebeln, Kapern, Gewürzen und einem rohen Eigelb serviert wird.

Das Tatar ist also ein Produkt der europäischen Kochkunst, das sich zwar vom vermeintlichen historischen Bild der Tataren inspirieren liess, aber vor allem auf kulinarischen Traditionen des 19. Jahrhunderts basiert.

Pot au Feu mit Rind Golden Coin und Marktgemüse
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Pot au Feu mit Rind Golden Coin und Marktgemüse

Pot au feu ist ein klassisches französisches Gericht, das oft als das "gute alte Essen" der französischen Küche betrachtet wird. Der Begriff "Pot au feu" bedeutet wörtlich "Topf am Feuer" und beschreibt die Zubereitung eines Eintopfs, der aus verschiedenen Fleischsorten, Gemüse und Gewürzen besteht. Die Geschichte des Pot au feu reicht bis mindestens ins 17. Jahrhundert zurück und ist eng mit der ländlichen Küche Frankreichs verbunden.

Ursprünglich wurde Pot au feu aus einfachen Zutaten zubereitet, die oft in ländlichen Regionen leicht verfügbar waren. Es handelte sich meist um Fleisch von Rind, Schwein oder Geflügel, die zusammen mit Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie und Lauch in einem grossen Topf gegart wurden. Die Zubereitung war damals vor allem praktisch: Man konnte die Zutaten in einem einzigen Topf kochen, was zeit- und ressourcensparend war.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Pot au feu in verschiedenen Regionen Frankreichs weiter. Gaumenfreuden und regional spezifische Zutaten führten zu unterschiedlichen Variationen dieses Gerichts. Es wurde zu einem Symbol für das Familienessen und das gesellige Beisammensein. Im 19. Jahrhundert erlangte es auch in der Haute Cuisine Berühmtheit und wurde in gehobenen Restaurants serviert, was zu einer weiteren Verfeinerung der Zubereitung führte.

Traditionell wurde das Pot au feu in 3 Gängen serviert.

1. Gang    Die Bouillon
2. Gang    Die Fleisch- und Gemüseplatte
3. Gang    Beides zusammen

Gebratenes Rind Flat Iron Steak mit glasierten Randen und Sellerie und dazu Rotweinreduktion
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Gebratenes Rind Flat Iron Steak mit glasierten Randen und Sellerie und dazu Rotweinreduktion

Das Flat Iron Steak hat eine interessante Geschichte, die eng mit der Entwicklung der Rindfleischzerlegung und der Fleischindustrie verbunden ist. Das Flat Iron Steak stammt aus dem Schulterbereich des Rinds, genauer gesagt aus dem sogenannten „Top Blade“ oder „Schaufelstück“.

Früher galt dieser Teil des Rindes als weniger wertvoll, da er viele Sehnen und Bindegewebe enthielt, die das Fleisch zäh machten. In den frühen 2000er-Jahren entdeckten Fleischwissenschaftler und Metzger jedoch, dass sich durch eine spezielle Zerlegung und das Entfernen der harten Sehne ein besonders zartes und schmackhaftes Steak aus dem Schulterbereich gewinnen lässt.

Dieses neue Steak wurde „Flat Iron Steak“ genannt, weil es eine flache, dreieckige Form hat, die an ein Bügeleisen (englisch „flat iron“) erinnert. Die Entdeckung des Flat Iron Steaks war ein Durchbruch, weil es eine preisgünstige Alternative zu teureren Steaks wie Ribeye oder Filet darstellt, dabei aber sehr zart und geschmackvoll ist. Seitdem hat das Flat Iron Steak vor allem in den USA und zunehmend auch in Europa an Beliebtheit gewonnen und ist heute in vielen Restaurants und Fleischtheken zu finden. Zusammengefasst ist das Flat Iron Steak ein Beispiel dafür, wie durch Innovation in der Fleischzerlegung neue, hochwertige Fleischstücke erschlossen werden können, die zuvor wenig Beachtung fanden.

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