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Gebratener Gemsschlegel mit Knochen mit lauwarmem Fenchelsalat und Wildjus
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Gebratener Gemsschlegel mit Knochen mit lauwarmem Fenchelsalat und Wildjus

Das Gams hat in der europäischen Kulinarik eine lange und bodenständige Geschichte, die eng mit der Jagd- und Bergkultur der Alpen verbunden ist. Bereits im Mittelalter galt die Gams als wertvolles Wildtier in hochalpinen Regionen, wo Viehzucht nur eingeschränkt möglich war. Ihr Fleisch lieferte den Menschen in abgelegenen Tälern eine wichtige Proteinquelle und war zugleich Ausdruck von Geschick und Mut des Jägers, denn die Jagd auf Gamsen war anspruchsvoll und nicht ungefährlich.

In der höfischen Küche spielte Gamsfleisch eine untergeordnete Rolle im Vergleich zu Hirsch oder Wildschwein, blieb jedoch in der bäuerlichen und regionalen Küche fest verankert. Dort wurde das Wildbret meist geschmort oder als Braten zubereitet, oft mit kräftigen Kräutern, Wurzelgemüse und Beeren, um den intensiven, leicht herben Geschmack auszugleichen. Die lange Garzeit machte das eher magere Fleisch zart und haltbar.

Mit der Entwicklung der Wildküche im 19. Jahrhundert, insbesondere im Alpenraum und im süddeutschen Raum, gewann Gams auch kulinarisch an Ansehen. Köche begannen, das Fleisch differenzierter zuzubereiten, etwa als Gamsragout, Gamsrücken oder in fein gewürzten Pasteten. Bis heute steht Gams in der Küche für Ursprünglichkeit, Regionalität und den respektvollen Umgang mit der Natur.

Gebratener Gemsrücken mit Frühlingsgemüse & Rotweinjus
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Gebratener Gemsrücken mit Frühlingsgemüse & Rotweinjus

Die Gemse ist ein wildlebendes Huftier, das vor allem in den Alpen und anderen europäischen Gebirgen vorkommt. Sie ist extrem trittsicher und bewegt sich mühelos in steilem, felsigem Gelände -quasi der Parkour-Profi der Berge.
Ein paar spannende Fakten:

•    Sie lebt meist in Höhen zwischen 800 und 3000 Metern
•    Im Sommer frisst sie Kräuter, Gräser und junge Triebe -das wirkt sich direkt auf den Geschmack des Fleisches aus
•    Im Winter stellt sie auf kargere Nahrung wie Rinde und Nadeln um
•    Gemsen sind sehr scheu und werden deshalb hauptsächlich durch Jagd gewonnen, nicht gezüchtet

 Genau diese natürliche Lebensweise macht ihr Fleisch so besonders: Es ist ein echtes Naturprodukt, kein „Massenfleisch“.

Kulinarik der Gemse - Gemsfleisch gehört zur Kategorie Wildfleisch und ist in der gehobenen Küche sehr geschätzt.

Geschmack & Eigenschaften
•    kräftig, aber fein im Aroma (weniger „streng“ als älteres Wild)
•    sehr mager und eiweissreich
•    leicht kräuterig-nussige Note durch die alpine Nahrung
•    bei jungen Tieren besonders zart

Klassische Zubereitungen - Gems wird traditionell eher rustikal, aber auch modern interpretiert:
•    Gemsrücken: kurz gebraten, innen rosa
•    Gamsragout: langsam geschmort, super aromatisch
•    Pfeffer (Wildpfeffer): kräftig gewürzt, mit Beizen und langer Garzeit
•    Geschnetzeltes: schnell gebraten, oft mit Rahm oder Pilzen

Typische Begleiter - Gems wird fast immer mit intensiven, erdigen Aromen kombiniert:
•    Rotweinjus oder Wildsauce
•    Wacholder, Rosmarin, Thymian
•    Preiselbeeren oder andere säuerliche Komponenten
•    Beilagen wie Spätzli, Kartoffeln, Sellerie oder Rotkohl
•    Bärlauch im Frühling -richtig stark, passt perfekt

 Getränkebegleitung - Zu Gems passen kräftige Weine:
•    Rotwein wie Pinot Noir, Syrah oder ein guter Schweizer Blauburgunder
•    Alternativ auch ein dunkles Bier für die rustikale Variante

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