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Rezepte

Der einmal wöchentlich erscheinende Rezept Blog wird von Fleisch-Sommelier Chris persönlich verfasst. 
 
Jeder Beitrag entsteht mit seinem umfassenden Fachwissen, seiner grossen Leidenschaft für kulinarische Perfektion und dem Anspruch, aus jedem einzelnen Stück Fleisch das Maximum an Genuss herauszuholen.
 
Chris verbindet in seinen Rezepten kulinarische Kreativität mit tiefgehendem Know-how rund um Cuts, Gartechniken, Reifemethoden und die Herkunft der Tiere.
 
 
Dadurch erhalten Leserinnen und Leser nicht nur inspirierende Kochideen, sondern auch wertvolles Hintergrundwissen über die Besonderheiten verschiedener Fleischstücke und deren optimale Zubereitung.
 
Jedes Gericht wird ausführlich beschrieben, Schritt für Schritt erklärt und direkt mit den passenden Artikeln verlinkt.
 
 
So lassen sich die empfohlenen Stücke - vom perfekten Steak über aussergewöhnliche Schmorstücke bis hin zu exklusiven Spezialitäten wie Dry Aged Cuts - sofort und unkompliziert bestellen.
 
 
Auf diese Weise entsteht ein informativer und inspirierender Blog, der Genuss, Fachwissen und Einkaufskomfort miteinander vereint.
 
Woche für Woche liefert Chris neue Impulse für alle, die gutes Fleisch lieben, ihre Kochkünste weiterentwickeln möchten und auf der Suche nach besonderen kulinarischen Erlebnissen sind.


Das Tomahawksteak -  Kettyle Irish Food - Der Dry Aged Pionier
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Das Tomahawksteak - Kettyle Irish Food - Der Dry Aged Pionier

Ein Tomahawk-Steak ist nicht nur ein Genuss, sondern auch ein beeindruckendes Stück Fleisch, das richtig zubereitet werden sollte, um seinen vollsten Geschmack zur Geltung zu bringen. Hier ist ein Rezept, um ein Tomahawk-Steak perfekt zu braten:

 

Zutaten für 2-3 Personen

1 Tomahawk-Steak (ca. 1-1,3kg)

Grobes Salz (z. B. Meersalz oder Fleur de Sel)

Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

2-3 EL Olivenöl oder Butterschmalz

 

Zubereitung:

 

Vorbereitung: Nimm das Tomahawk-Steak etwa 1-2 Stunden vor dem Braten aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur erreicht. Dies hilft, eine gleichmässige Garung zu erzielen.

Würzen: Reibe das Steak mit grobem Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer ein. Das Würzen sollte mindestens 30 Minuten vor dem Braten erfolgen, damit das Steak die Aromen aufnehmen kann.

Braten: Erhitze eine grosse Pfanne bei hoher Hitze und füge das Olivenöl oder Butterschmalz hinzu.

Sobald das Öl heiss ist, lege das Steak in die Pfanne. Brate es 4-5 Minuten lang auf jeder Seite an, bis sich eine schöne Kruste bildet. Alternativ kannst du das Steak auch auf einem Grill bei direkter Hitze anbraten.

Indirekte Hitze: Nach dem Anbraten das Steak auf eine indirekte Hitzezone des Grills oder in den vorgeheizten Ofen (ca. 120-150 °C) legen, um die gewünschte Garstufe zu erreichen. Verwende ein Fleischthermometer, um die Kerntemperatur zu überprüfen:

 

Rare: 50-52 °C

Medium-Rare: 54-57 °C

Medium: 60-63 °C

Medium-Well: 65-68 °C

Well Done: Über 70 °C

 

Ruhen lassen: Nimm das Steak vom Grill oder aus der Pfanne und lass es auf einem Schneidebrett für etwa 10-15 Minuten ruhen. Dies ermöglicht es, dass die Säfte sich im Fleisch verteilen.

Servieren: Schneide das Steak quer zur Faser in Scheiben und serviere es mit deinen Lieblingsbeilagen.

Tipps: Verwende ein Fleischthermometer, um die perfekte Garstufe zu erreichen.

Knusprige Porchetta mit Tomatenrisotto, Portulak, Zwiebel-Zuchettigemüse und Rotweinreduktion
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Knusprige Porchetta mit Tomatenrisotto, Portulak, Zwiebel-Zuchettigemüse und Rotweinreduktion

Porchetta ist eines der traditionsreichsten Schweinegerichte Italiens und viel mehr als nur ein Braten, sie ist Volksfest, Strassenessen und Handwerkskunst zugleich.

Ursprung in Mittelitalien: Die Wurzeln liegen in Mittelitalien, besonders in der Region Latium rund um Ariccia. Dort gilt Porchetta als kulinarisches Symbol, und die Stadt ist bis heute berühmt für ihre Version, die Porchetta di Ariccia. Historiker vermuten, dass schon in der Antike Schweine am Spiess mit Kräutern gefüllt wurden, möglicherweise bereits zur Zeit des Römisches Reich.

Schweinefleisch war im ländlichen Italien ein zentrales Nahrungsmittel, und ein ganzes Tier zu verarbeiten war ein Zeichen von Wohlstand und Gemeinschaft.

Das Prinzip: Ganzes Tier, viel Geduld: Traditionell wird ein ganzes, entbeintes Schwein verwendet. Es wird innen kräftig gewürzt, meist mit:
Fenchel, Rosmarin, Knoblauch, Pfeffer und Salz

Dann wird es eng gerollt, verschnürt und langsam über Holzfeuer gebraten. Aussen entsteht eine extrem knusprige Schwarte, innen bleibt das Fleisch saftig und aromatisch. Genau dieser Kontrast ist das Herz der Porchetta.

 

Festessen und Strassenküche zugleich.

Porchetta war ursprünglich ein Festtagsgericht bei:
•    Dorffesten
•    Hochzeiten
•    religiösen Feiern
•    Jahrmärkten

 

Mit der Zeit wurde sie zum legendären Strassenessen. In ganz Italien sieht man auf Märkten Verkaufsstände mit riesigen Porchetta-Rollen. Sie wird dick aufgeschnitten und oft einfach in Brot serviert, ohne viel Schnickschnack. Das Fleisch selbst ist der Star.


Die Zubereitung ist traditionell Handwerk und wird oft von spezialisierten Porchettari über Generationen weitergegeben. Jede Familie, jede Region hat ihre eigene Gewürzmischung, das genaue Rezept ist oft ein Geheimnis.

Warum Porchetta so besonders ist: Porchetta steht für:
•    Nose-to-tail-Küche
•    Respekt vor dem Tier
•    gemeinsames Essen
•    Geduld statt Eile
•    rustikale Perfektion

Kurz gebratene Iberico Kopfbäggli auf blanchiertem Lauch und sautiertem grünen Spargel mit Blaubeeren und Datteln, begleitet von einer Blaubeeren Jus
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Kurz gebratene Iberico Kopfbäggli auf blanchiertem Lauch und sautiertem grünen Spargel mit Blaubeeren und Datteln, begleitet von einer Blaubeeren Jus

Das iberische Schwein und seine Kopfbäggli sind tief in der kulinarischen Tradition der Iberischen Halbinsel verankert. 

Gastronomie: Die Kopfbäggli des iberischen Schweins werden in der iberischen Küche oft verwendet, sowohl in traditionellen Gerichten als auch als Delikatesse. Die spezielle Marmorierung des Fleisches macht es sehr geschmackvoll und zart, was die Verwendung in verschiedenen Zubereitungen fördert.

Das iberische Schwein stammt vermutlich von wilden Schweinen ab, die in den Wäldern der Iberischen Halbinsel lebten. Diese Rasse hat sich über Jahrhunderte entwickelt und ist gut an die örtlichen Bedingungen angepasst.

Rose gebratenes Lammrack im Cornfklakesmantel mit sonnengetrockenten Tomaten auf Orangen-Mandelreis
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Rose gebratenes Lammrack im Cornfklakesmantel mit sonnengetrockenten Tomaten auf Orangen-Mandelreis

Lammrack ist in vielen Küchen der Welt beliebt, darunter die mediterrane, nahöstlich, die traditionelle englische Küche und auch bei uns in der Schweiz ist dieses Stück sehr beliebt und zwar das ganze Jahr. Insgesamt ist Lammrack eine delikate Wahl für jeden Fleischliebhaber und bietet vielseitige Möglichkeiten, um kulinarische Köstlichkeiten zu kreieren.

Dieses Gericht kombiniert die zarten Aromen des Lammfleischs mit dem Knusprigen der Cornflakes und der frischen Fruchtigkeit des Orangen-Mandelreises, während die kräftige Cognacsauce das Ganze perfekt abrundet.

Poulet Drumsticks paniert auf lauwarmem Kartoffelsalat mit Chorizo
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Poulet Drumsticks paniert auf lauwarmem Kartoffelsalat mit Chorizo

Der Poulet Drum Stick, also der Unterschenkel des Huhns, zählt zu den ältesten und weltweit verbreitetsten Fleischstücken der menschlichen Ernährungsgeschichte. Schon mit der Domestizierung des Haushuhns in Südostasien vor mehreren tausend Jahren wurde dieses Teilstück geschätzt, da es vergleichsweise fleischreich, saftig und einfach zuzubereiten ist.


In der historischen Alltagsküche Europas galt der Drum Stick lange als typisches Essen für einfache Haushalte. Ganze Hühner wurden gekocht oder geschmort, wobei die Keulen als besonders nahrhaft galten. In vielen Regionen waren sie ein Symbol für eine kräftige Mahlzeit, oft serviert bei Festtagen oder nach harter Feldarbeit.

Eine besondere kulturelle Bedeutung entwickelte der Poulet Drum Stick im 19. und 20. Jahrhundert in Nordamerika. Mit der Entstehung der Fried-Chicken-Tradition wurde er zu einem ikonischen Bestandteil der dortigen Esskultur. Seine Form eignete sich ideal zum Essen mit der Hand, was ihn besonders beliebt bei Strassenküchen und später in der Systemgastronomie machte.

Heute ist der Poulet Drum Stick ein globales Allround-Stück. Ob gegrillt, gebacken, frittiert oder geschmort, er verbindet kulinarische Tradition mit moderner Küche. Seine Geschichte zeigt, wie ein einfaches Teilstück durch kulturelle Vielfalt und praktische Eigenschaften zu einem zeitlosen Klassiker wurde.

Mariniertes Inside Skirt Steak auf gedünstetem Brüsseler Endivien und Reis mit Peperoni und Frühlingszwiebeln
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Mariniertes Inside Skirt Steak auf gedünstetem Brüsseler Endivien und Reis mit Peperoni und Frühlingszwiebeln

Das Inside Skirt, auch als innerer Saum des Zwerchfells bekannt, hat eine lange, aber oft überschätzte Geschichte in der Fleischkultur. Schon in der traditionellen Bauernküche Europas wurde dieses Teilstück genutzt, allerdings meist als Kochfleisch oder für einfache Gerichte, da es als zu grobfaserig für die feine Küche galt. Edle Stücke wie Filet oder Entrecote standen klar im Vordergrund.

Seinen eigentlichen Aufstieg erlebte das Inside Skirt in Nord- und Südamerika. In den USA wurde er im 19. Jahrhundert besonders bei Metzgern und Arbeitern geschätzt, die Zugang zu weniger gefragten Cuts hatten, aber deren intensiven Geschmack kannten. In Mexiko und Argentinien entwickelte sich das Stück parallel zu einem festen Bestandteil der Grillkultur. Dort wurde schnell erkannt, dass das Inside Skirt bei kurzer, sehr heisser Garung ausserordentlich saftig und aromatisch ist.

Erst im späten 20. Jahrhundert, mit dem Trend zu Nose-to-Tail und alternativen Cuts, fand das Inside Skirt auch in der gehobenen Gastronomie Europas Anerkennung. Spitzenköche entdeckten ihn als charakterstarkes Steak mit rustikalem Charme. Heute gilt er als Paradebeispiel dafür, dass Geschmack nicht von Prestige, sondern von Herkunft, Reifung und Zubereitung lebt.

Gebratenes Côte de Boeuf mit Kräuternuss-Crumble auf Zwiebel-Kartoffelgemüse
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Gebratenes Côte de Boeuf mit Kräuternuss-Crumble auf Zwiebel-Kartoffelgemüse

Das Cote de Boeuf, auch bekannt als Hochrippenstück oder Ribeye am Knochen, ist ein klassisches Stück Rindfleisch, das aus dem Rippenbereich des Rinds stammt. Seine Geschichte ist eng mit der europäischen Fleischkultur verbunden, wo dieses besonders saftige und aromatische Stück seit Jahrhunderten geschätzt wird. Das Cote de Boeuf wurde traditionell in Frankreich und anderen Teilen Europas als edles Steak serviert, das durch die Knochenstruktur und die Marmorierung ein intensives Geschmackserlebnis bietet.

Polnische Wołowina, also polnisches Rindfleisch, hat eine lange Tradition in der Landwirtschaft Polens. Die Rinderzucht in Polen ist geprägt von regionalen Rassen und einer nachhaltigen Haltung, die auf natürlichen Weideflächen basiert. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Qualität polnischen Rindfleischs stark verbessert, sodass Wołowina heute auch international Anerkennung findet. Das Cote de Boeuf aus polnischer Wołowina verbindet somit traditionelle europäische Fleischkultur mit der regionalen Expertise und den natürlichen Bedingungen Polens.

Die Kombination aus sorgfältiger Zucht, artgerechter Haltung und moderner Verarbeitung macht das polnische Cote de Boeuf zu einem besonders hochwertigen Produkt, das sowohl in der heimischen Küche als auch auf internationalen Tafeln geschätzt wird

Geschichte Irlands: Irland hat eine lange und bewegte Geschichte, die bis in die Frühzeit zurückreicht. Die Insel war ursprünglich von keltischen Stämmen besiedelt, die ihre eigene Kultur und Sprache entwickelten. Im Mittelalter wurde Irland von den Normannen und später von England beeinflusst und teilweise kontrolliert, was zu vielen politischen und sozialen Konflikten führte. Im 20. Jahrhundert erlangte der grösste Teil Irlands nach einem langen Unabhängigkeitskampf die Selbstständigkeit als Republik Irland, während Nordirland Teil des Vereinigten Königreichs blieb.

Irland ist bekannt für seine grüne Landschaft, die fruchtbaren Böden und das milde Klima, die ideale Bedingungen für die Rinderzucht bieten. Die irische Landwirtschaft, besonders die Rinderhaltung, hat sich über Jahrhunderte entwickelt und ist heute ein wichtiger Wirtschaftszweig. Irisches Rindfleisch geniesst weltweit einen exzellenten Ruf für Qualität und Nachhaltigkeit.

gebratenes-Rinds-Ribeye-auf-Kartoffelnest
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Gebratenes Rinds-Ribeye auf Kartoffelnest mit mediterranem Grillgemüse und Sauce Hollandaise

Das Ribeye-Steak hat seinen Ursprung in der traditionellen Rindfleischzubereitung, die sich über Jahrhunderte in verschiedenen Kulturen entwickelte. Das Ribeye stammt aus dem Rippenbereich des Rinds, genauer gesagt aus dem vorderen Rücken, wo sich das Fleisch besonders gut marmoriert und dadurch besonders saftig und aromatisch ist. Schon in der Antike war Fleisch aus diesem Bereich wegen seines Geschmacks und seiner Zartheit geschätzt. Im Laufe der Zeit wurde das Ribeye-Steak vor allem in der amerikanischen und europäischen Küche populär, wo es als Premium-Steak gilt. Die Bezeichnung „Ribeye“ bezieht sich auf den „Rib“ (Rippe) und das „Eye“ (Auge), das die runde, fleischige Mitte des Steaks beschreibt.

Geschichte Irlands: Irland hat eine lange und bewegte Geschichte, die bis in die Frühzeit zurückreicht. Die Insel war ursprünglich von keltischen Stämmen besiedelt, die ihre eigene Kultur und Sprache entwickelten. Im Mittelalter wurde Irland von den Normannen und später von England beeinflusst und teilweise kontrolliert, was zu vielen politischen und sozialen Konflikten führte. Im 20. Jahrhundert erlangte der grösste Teil Irlands nach einem langen Unabhängigkeitskampf die Selbstständigkeit als Republik Irland, während Nordirland Teil des Vereinigten Königreichs blieb.

Irland ist bekannt für seine grüne Landschaft, die fruchtbaren Böden und das milde Klima, die ideale Bedingungen für die Rinderzucht bieten. Die irische Landwirtschaft, besonders die Rinderhaltung, hat sich über Jahrhunderte entwickelt und ist heute ein wichtiger Wirtschaftszweig. Irisches Rindfleisch geniesst weltweit einen exzellenten Ruf für Qualität und Nachhaltigkeit.

Sous Vide Bürgermeisterstück in Soja-Honig-Marinade auf Kohlrabenpüree mit Soja-Honig Reduktion
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Sous Vide Bürgermeisterstück in Soja-Honig-Marinade auf Kohlrabenpüree mit Soja-Honig Reduktion

Das Bürgermeisterstück vom Rind hat eine lange und interessante kulinarische Geschichte, die eng mit der mitteleuropäischen Esskultur verbunden ist.
Seinen Namen verdankt das Bürgermeisterstück einer alten Überlieferung aus dem deutschsprachigen Raum: Besonders zarte und hochwertige Fleischstücke waren früher oft der wohlhabenden Oberschicht vorbehalten. Der Legende nach erhielt der Bürgermeister – als angesehener Vertreter der Stadt – dieses besonders feine Stück als Ehrengabe oder wählte es selbst aus, weshalb es den Namen „Bürgermeisterstück“ bekam. Ob dies historisch exakt belegt ist oder eher zur Fleischerkultur gehört, lässt sich nicht eindeutig sagen, doch der Name steht sinnbildlich für Qualität und Wertschätzung.

Anatomisch stammt das Bürgermeisterstück aus der Rinderschulter, genauer gesagt aus dem sogenannten Schaufelstück (auch als „Tri-Tip“ oder „Top Blade“ bekannt). Lange Zeit galt dieser Teil als weniger edel und wurde häufig zum Schmoren oder für Hackfleisch verwendet. Erst im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts erkannten Metzger und Köche, dass das Bürgermeisterstück – richtig ausgelöst und zubereitet – aussergewöhnlich zart und aromatisch ist.

In der traditionellen Küche wurde das Bürgermeisterstück oft geschmort oder sanft gebraten, da langsames Garen seine feine Struktur besonders zur Geltung bringt. Heute erlebt es im Zuge der „Nose-to-Tail“-Philosophie eine Renaissance und wird sowohl klassisch als auch modern, etwa als Kurzbratstück oder sogar auf dem Grill, geschätzt.

Damit steht das Bürgermeisterstück sinnbildlich für den Wandel in der Fleischkultur: vom unterschätzten Teilstück hin zu einer Delikatesse mit historischem Namen und kulinarischem Anspruch.

Wachtelbrust Supreme auf Mangold-Reis mit Rotkraut-Püree
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Wachtelbrust Supreme auf Mangold-Reis mit Rotkraut-Püree

Die Wachtel gehört zu den kleinsten Hühnervögeln der Welt, ist aber seit Jahrtausenden ein geschätztes Nutz- und Wildtier. Sie verbindet bemerkenswerte Biologie mit kulinarischer Bedeutung. Kleine Vögel mit grosser Tradition: Die Europäische Wachtel (Coturnix coturnix) ist ein klassischer Zugvogel, wohingegen die Japanische Wachtel (Coturnix japonica) domestiziert wurde und heute weltweit in Zuchtlinien vorkommt. Archäologische Funde zeigen, dass Menschen bereits vor 4.000 Jahren Wachteln hielten und ihre Eier nutzten. 

Wachteln in der Kulinarik: Ihr Fleisch ist fein, aromatisch und besonders zart, häufig eingesetzt in der gehobenen Gastronomie. Wachteleier gelten als kleine Delikatessen - sie besitzen ein intensiveres Aroma als Hühnereier und haben ein günstiges Verhältnis von Eigelb zu Eiweiss.
Wegen ihrer Grösse eignen sich Wachteln hervorragend für Portionengerichte, Vorspeisen oder festliche Menüs.

Besonderheiten in der Haltung: Wachteln wachsen sehr schnell: Sie legen oft bereits mit 6–8 Wochen Eier. Sie sind stressanfällig, was eine ruhige Umgebung in der Zucht erforderlich macht.
Trotz ihrer Kleinheit sind sie sehr produktiv: Eine Legewachtel kann 250–300 Eier pro Jahr legen.

Tiere mit erstaunlichen Eigenschaften: Wachteln sind Bodenbewohner und können bei Gefahr ruckartig gerade nach oben auffliegen – der sogenannte „Steilstart“. Sie besitzen ein sehr feines Gehör und reagieren empfindlich auf laute Geräusche und plötzliche Bewegungen.
Wildwachteln können auf ihren Zugrouten bis zu 4.000 km zurücklegen.

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