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Gefüllte Wachtel mit Endivien, Blattspinat und kandierten Orangen

Gefüllte Wachtel mit Endivien, Blattspinat und kandierten Orangen
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Gefüllte Wachtel mit Endivien, Blattspinat und kandierten Orangen

Zutaten für 2 Personen

2 ganze Wachteln, hohl ausgebeint
200 g Schweinewurstmasse (oder rohe Bratwurst, ohne Darm)
1 kleiner Endivienkopf
200 g frischer Blattspinat
2 Orangen
50 g Zucker
50 g Butter
Salz, Pfeffer
Olivenöl und Butter
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebeln 

 

Zubereitung

 

Wachtel vorbereiten und füllen: Die hohl ausgebeinten Wachteln sanft mit Küchenpapier trocken tupfen. Den Endivienkopf waschen, den Strunk entfernen und die Blätter grob schneiden. Endivienblätter mit der Schweinewurstmasse vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Wachteln vorsichtig mit der Füllung füllen und mit Küchenschnur verschliessen, damit die Füllung beim Braten nicht herausfällt.

Kandierte Orangen: Die Orangen  zerkleinern. 
Den Zucker in einer Pfanne karamellisieren lassen, dann den aufgefangenen Orangensaft langsam hinzufügen und einkochen lassen, bis die Flüssigkeit sirupartig wird.

Blattspinat: Spinat gründlich waschen.
Zwiebeln und Knoblauch fein hacken, in etwas Olivenöl glasig dünsten.
Spinat dazugeben und nur kurz zusammenfallen lassen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und warm halten.

Wachteln braten: In einer Pfanne etwas Butter erhitzen.
Die gefüllten Wachteln rundherum goldbraun anbraten (ca. 4-5 Minuten pro Seite). Die Wachteln dabei mit der schaumigen Butter arrosieren (immer wieder mit dem Löffel übergiessen).

Die Pfanne anschliessend in den vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) geben und die Wachteln ca. 10-15 Minuten fertig garen, bis sie knusprig sind.

Nice to know:  Die Wachtel in der Kulinarik - Ein geschichtlicher Überblick.

 
Antike: Die Wachtel war bereits in der ägyptischen, griechischen und römischen Küche geschätzt. In Ägypten sind Darstellungen von Wachtelfang und -zubereitung über 4.000 Jahre alt.
 
Die Japanische Legewachtel wurde schon früh domestiziert - sowohl wegen ihrer Eier als auch wegen des zarten Fleisches.
In der griechischen und römischen Küche galten Wachteln als Delikatesse; sie wurden gegrillt, gebraten oder in Pasteten verarbeitet.
 
Biblische Bedeutung: Die Wachtel hat eine bemerkenswerte Rolle in der jüdisch-christlichen Tradition: Im Alten Testament heisst es, dass die Israeliten in der Wüste durch „herabfliegende Wachteln“ ernährt wurden.
Dadurch wurde die Wachtel im Mittelalter oft als göttliches Geschenk betrachtet.
 
Mittelalter: In Europa wurde die Wachtel aristokratischen Tafeln vorbehalten.
Sie galt als feines Wildgeflügel, das vor allem bei Festmahlen gereicht wurde.
Wachtelfang war stark reguliert, teils sogar nur Adeligen oder Klöstern vorbehalten.
 
Renaissance und Barock: Mit der Blüte der Hofküchen in Frankreich, Italien und Deutschland erlebte die Wachtel eine kulinarische Hochphase.
Sie wurde in aufwendig gefüllten Formen, Pasteten, Ragouts oder in Kombination mit Trüffeln serviert. In Frankreich wurde sie zum Symbol für gehobene Küche, woraus viele klassische Rezepte stammen.
 
19. & frühes 20. Jahrhundert: Mit dem Aufkommen moderner Landwirtschaft und der Verbreitung der japanischen Wachtel wurde die Zucht erleichtert.
Wachteln fanden häufiger Platz auf bürgerlichen Tafeln, aber blieben ein Premiumprodukt gegenüber Huhn oder Ente.
 
Moderne Kulinarik: Heute gilt Wachtel als feines, zartes Geflügel, das vor allem in der gehobenen Gastronomie genutzt wird. Besonders beliebt:
 
Wachtelbrust/ Wachtelbeine in der Haute Cuisine
Wachteleier als Delikatesse, z. B. als Amuse-Bouche oder für dekorative Gerichte
Regionale Schwerpunkte in Europa: Frankreich, Italien, Spanien und Osteuropa.
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