Wildschweine (Sus scrofa) gehören zu den ältesten und anpassungsfähigsten Tierarten Europas. Schon in der Altsteinzeit spielten sie für den Menschen eine wichtige Rolle – sowohl als Jagdwild als auch als Nahrungsquelle. In der Antike galten sie als Sinnbild für Kraft und Wildheit, und römische Soldaten jagten sie sogar, um ihre Kampffähigkeiten zu trainieren.
Im Mittelalter waren Wildschweine in ganz Europa weit verbreitet, wurden später jedoch durch übermässige Jagd und den Verlust ihres Lebensraums stark zurückgedrängt. Erst im 20. Jahrhundert konnten sich ihre Bestände wieder erholen – begünstigt durch mildere Winter, den vermehrten Maisanbau und den Klimawandel. Heute kommen Wildschweine in grossen Teilen Europas, Asiens und auch Nordamerikas vor, wo sie sich teils stark ausbreiten und als invasive Art gelten.













